header2016


Finanzielle Aufwendungen für eine Konsultation / Behandlung 

Heilpraktiker üben ihren Beruf eigenverantwortlich aus und zählen zu den freien Berufen im Sinne des § 18 EStG. Die Tätigkeit der Heilpraktiker beruht auf einem zum bürgerlichen Recht gehörenden Dienstvertrag mit dem Patienten. Der Vertrag ist laut § 145 BGB nicht an eine Form gebunden und kann auch ohne ausdrückliche Vereinbarung durch schlüssige Handlung zustande kommen.
Die Gewährung der Vergütung ist nicht von einem Heilerfolg abhängig, es besteht jedoch für den Heilpraktiker die Verpflichtung zu einer gewissenhaften Behandlung unter Beachtung der Aufklärungs- und Sorgfaltspflicht.
Meine therapeutischen Leistungen werden in Anlehnung an das Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (GebüH) von 1985 abgerechnet. Dieses wird von der Rechtssprechung und auch von den privaten Krankenkassen und Beihilfestellen als übliche Vergütung angesehen. Das GebüH ist keine Gebührentaxe, sondern ein Verzeichnis der durchschnittlich üblichen Vergütungen, welches als Berechnungshilfe bei der Rechnungserstellung dient.
In der Regel werden die Behandlungskosten nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Es gibt allerdings die Möglichkeit, den bisherigen Versicherungsschutz durch eine Zusatzvereinbarung zu erweitern. Für weitere Informationen diesbezüglich verweise ich an Ihre Krankenkasse.

 

Verschenken Sie Gesundheit! 

Als schöne, nicht alltägliche Geschenkidee haben sich Gutscheine bewährt. Den Wert Ihres Geschenkes und den Umfang meiner Leistungen (Konsultation / Behandlung) können Sie nach Ihren Wünschen gestalten. Ich stehe Ihnen dabei gerne beratend zur Seite.


 

Johanniskraut (Hypericum perforatum) - Die Kraft der Sonne

Das Johanniskraut gibt sich wie keine andere Pflanze der Sonne hin und gehört zu den magischen Pflanzenwesen der Sommersonnenwende. Wenn sie zu Johanni (24. Juni), drei Tage nach der Sonnenwende, in schönster Blüte steht und die volle Kraft der Sommersonne in sich trägt, soll Johanniskraut am heilkräftigsten sein. Jetzt hat das Licht seinen Höhepunkt erreicht. Bei den Sonnenwendritualen der Kelten und Germanen kam dieser Pflanze deshalb die Rolle der Lichtbringerin zu.

Das markanteste Merkmal dieser Heilpflanze sind ihre wie perforiert aussehenden Blätter. Wenn das Blatt gegen das Licht gehalten wird, sind die Öldrüsen als helle  Punkte zu erkennen. Beim Zerreiben der Blüten färben sich die Finger rot. Die germanischen Völker sahen in dem roten, öligen Sekret das Blut des Sonnengottes Baldur.

Bereits in der Antike wurde das Johanniskraut als Heilpflanze hochgeschätzt, wie bei Plinius (römischer Gelehrter, Buch: Naturalis historia) und Dioskurides (bekannter griechischer Arzt im 1. Jahrhundert, Pionier der Pharmakologie) nachzulesen ist. Vor allem als Wundheilmittel fand es breite Anwendung, woher auch sein heutiger synonymer Name "Wundkraut" stammen dürfte. 

In alten Zeiten pflückten heiratswillige Mädchen in der Johannisnacht blühendes Johanniskraut und streuten es auf ein Behälter mit Wasser. Welkte es, so war mit einem Freier nicht so bald zu rechnen. Blüte es aber weiter, stand im Lauf des Jahres die Erfüllung der Liebe bevor.

Zur Gewinnung der heilkräftigen Wirkstoffe  nutzt man die ganze Pflanze mit Ausnahme der Wurzel. Die wichtigsten Bestandteile für die medizinische Wirkung sind das Hypericin und das Hyperforin.

Das Johanniskraut ist die einzige, einheimische Pflanze, deren stimmungsaufhellende Wirkung schon in vielen Studien nachgewiesen werden konnte. Deshalb werden Zubereitungen mit Johanniskraut bei innerer Unruhe, sowie depressiven Verstimmungen oder leichten bis mittelschweren Depressionen eingesetzt. 
Johanniskrautöl ist ein hervorragendes Wundheilmittel, was dem roten Farbstoff Hypericin zugeschrieben wird. Dieser sorgt auch dafür, dass das Öl purpurrot gefärbt ist. 
Dank seiner entzündungshemmenden Eigenschaften hilft das Öl bei kleinen Wunden, bei Verstauchungen, Prellungen und leichten Verbrennungen. Außerdem kann es bei verspannter Muskulatur, bei Gürtelrose oder rheumatischen Beschwerden Linderung verschaffen und als Ölkompresse empfindliche Haut oder Narbengewebe pflegen.

Johanniskraut kann die Haut lichtempfindlicher machen, deshalb nicht anwenden bei bekannter Lichtempfindlichkeit, bei heller Haut und bei Sonnenbädern einschließlich Besuche in Solarien.


Rezept: Johanniskrautöl 
25 g frische zerriebene Blüten in 0,5 l Olivenöl tauchen, gut mischen und sieben Wochen in dioe Sonne stellen. Das Öl abgießen und gut verschließen. Es ist dann bis zu 2 Jahre haltbar. 

 

Frauenmantel (Alchemilla vulgaris) - Das Zauberkraut der Frauen

Frauenmantel ist die Heilpflanze für die Frau! Bis heute nutzt man das Kraut vorrangig, um Frauenbeschwerden zu lindern. Daher ist Frauenmantel auch als Allerfrauenheil oder Mutterkraut bekannt.

Wegen seiner Kraft bei Frauenleiden weihten die vorchristlichen Hebammen und Kräuterfrauen diese Hailpflanze der Liebes- und Fruchtbarkeitsgöttin Frigga. Insbesondere bei abnehmendem Mond besaß dieses Kraut die Macht, Blutungen zu stillen oder Geburtswunden zu schließen.
Die Germanen wverehrten sie ienst als Spenderin des Ehesegens und brachten ihr Milch- und Räucheropfer dar, damit sie über die Gebärenden wachte.
Das Kraut war auch Hildegard von Bingen wohlbekannt, die es vorzugsweise ebenfalls bei typischen Frauenleiden benutzte. Paracelsus (berühmter, schweizer Arzt im 16. Jhdt., Pionier in der Naturheilkunde, Spagyrik und ganzheitlichen Medizin) hat es für die Wundheilung und gegen Entzündungen eingesetzt. Die entzündungshemmende Wirkung wird auf die hohen Anteile von Gerbstoffen in der Pflanze zurückgeführt.

Ein besonderes Merkmal dieser Heilpflanze sind die kleinen glasklaren Tropfen, die aus den Blättern heraus transpiriert werden. Diese Tropfen werden als Guttationstropfen bezeichnet, wodurch sich auch der lateinische Name Alchemilla ableitet (arabisch: alkemelych = Alchemie). Die Wissenschaftler des Mittelalters waren über das natürliche Destillat erstaunt und bezeichneten den Frauenmantel daher auch als Alchemistenkraut.  

Der Frauenmantel sollte auch das Wetter voraussagen können. Wenn er an seinen Blättern Wassertröpfchen absondert, würde es bald anfangen zu regnen.
Junge Mädchen nutzten die Tropfen früher als Schönheitselixier. Wer sich damit das Gesicht wusch, der sollte ewig schön sein und außerdem lästige Sommersprossen loswerden.

Wie schon anfänglich erwähnt, sind Frauenbeschwerden das wichtigste Einsatzgebiet dieser Heilpflanze. Frauenmantel wird als Tee getrunken, für Vaginalspülungen genutzt und in Sitzbädern verwendet. Er wirkt ausgleichend und regulierend auf den gesamten fraulichen Organismus, weil seine Inhaltsstoffe dem weiblichen Sexualhormon Progesteron ähneln.

Für den wohlschmeckenden Tee werden Blüten und Blätter verwendet.

"Der Tee vom Frauenmänteli ist lieblich und angenehm; mit Schlüsselblüemli gemischt, geht er über den chinesichen Tee und ist weit gesünder als dieser; er beruhigt die Nerven und gibt gesunden Schlaf."
                                                                                                                               (Kräuterpfarrer Johann Künzle)


                                                                  Das Kräutlein treibt ein rundes Blatt
                                                                       Wie keines ringsherum es hat.
                                                                      Mit zierlich eingekerbtem Rand
                                                                       Ist für den Tau es angespannt,
                                                                  Recht als ein Schälchen hingestellt,
                                                                       in welches Perl`auf Perle fällt.
                                                                    So hebt es auf des Himmels tau,
                                                                    der niedersinkt auf Flur und Au`,
                                                                Manch Elflein gegen Morgen kommt,
                                                                 das dürstet, dem zu trinken frommt,
                                                         Schöpft aus dem Schüsselchen und spricht:
                                                                  Ein bessres Labsal gibt es nicht

                                                                                                 (Johannes Trojan)


                                                                                                                                              

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.